Damit Menschlichkeit Zukunft hat

Auch in diesem Jahr kann das Ziel erreicht werden: Durch die aktuellen Projekte verhelfen wir ärmsten Bevölkerungsgruppen zu einem menschenwürdigen Leben, und zwar nicht durch die Vergabe von Allmosen, sondern auf Zukunft hin, nachhaltig, als gezielte Hilfe zur Selbsthilfe.

In diesem Projektbereich ist es besonders "ersichtlich", dass es um menschliche Zukunft geht.

a) Primary-Eye-Care (PEC)

In den Angeboten für Augen-kranke und Blinde ist die augenmedizinische Grund-versorgung der ländlichen Bevölkerung von ganz besonderer Bedeutung. Geschulte freiwillige Gesundheitshelfer entdecken Augenschwächen und -schäden in ihrer Umgebung und vermitteln die Betroffenen zum Primary-Eye-Care-Centre (PEC).

Dort stehen für diese Menschen medizinisch ausgebildete Kräfte für Untersuchung und Behandlung zur Verfügung. Schwierige Fälle und notwendige operative Eingriffe bleiben für die Ärzte reserviert.

Unsere RGASt fördert seit 2011 eine dieser 6 PEC-Einrichtungen, die jeweils 500.000 bis 1.000.000 Menschen ihre Dienste anbieten. Die zur Zeit unterstützte Einrichtung liegt im Bezirk Mohangonj und wird in der Regel vierzehntägig vom nahe gelegenen Basis-Hospital in Mymensingh betreut.

Ich möchte mehr über dieses Projekt wissen…

b) Augenhospital in Chandpur

Seit 2014 unterstützt die Stiftung zusätzlich „Mobile-Screening-Eye-Camps“ (SEC) des Basis-Augenhospitals in Chandpur, Bagladesch. Dieses ist eines von unseren acht über das ganze Land Bangladesch verteilten Basis-Augen-Hospitälern. Seit Jahrzehnten geht man hier gezielt das Problem der zahlreichen Augenerkrankungen und der Blindheit an.

Ich möchte mehr über dieses Projekt wissen…

Dieses Projekt wird von unserer RGASt bereits seit 2011 gefördert. Die zuerst erfassten 50 Dörfer, dazu kamen im Projektverlauf weitere 50, wiesen im Landesvergleich die höchsten Sterbequoten von Kleinkindern und Müttern auf. Wir konnten nicht tatenlos zusehen – zu Recht –, denn die durchgeführten Maßnahmen haben sich als überaus erfolgreich erwiesen.

Ich möchte mehr über dieses Projekt wissen...

Seit 2008 wird dieses Projekt von unserer RGASt getragen. Es geht um HIV/AIDS-infizierte Menschen, vorwiegend um Frauen und Kinder. Meist selbst unwissend, wurden die Frauen von ihren Männern infiziert, die inzwischen bereits verstorben sind oder die Familie verlassen haben. Mit der Immunschwäche zu leben, ist für die Betroffenen eine große Belastung, zumal unter den gegebenen unhygienischen Verhältnissen.

Der Projektbereich liegt in 60 Slums im Umfeld von Madurai, Südindien. Hier leben ca. 80 % der insgesamt etwa 5.000 HIV/AIDS-Betroffenen rund um Madurai. Dazu kommt die kaum tragbare Diskriminierung und Ausgrenzung innerhalb ihrer Familien und des Umfeldes, sobald ihre Krankheit bekannt wird.

Ich möchte mehr über dieses Projekt wissen...

Neben dem Projekt „Augenlicht retten“ geht es um neue Wege für chancenlose junge Menschen in Bangladesch. Arbeitslosigkeit durch mangelnde Schulbildung ist ihr Los. Von teuren Ausbildungsplätzen in den Städten sind sie durch ihre Armut ausgegrenzt. Eine Situation, in der immer mehr junge Menschen die Wirtschaftsflucht in den Westen als einzigen Ausweg sehen.

Für chancenlose jungen Menschen in Bangladesch kostet eine Ausbildung nur umgerechnet 490 €, wenn sie in einem der 3 Ausbildungszentren unseres Projektpartners einen Platz bekommen haben. Die Ausbildung in Mechanik (inkl. Solar), Schneiderei und Stickerei dauert 5,5 Monate. Während dieser Zeit erhalten die Auszubildenden auch spezielle Unterweisungen in Bezug auf die Gründung eines Unternehmens.

Ich möchte mehr über dieses Projekt wissen...

Um für 7.000 bis 8.000 ärmste Familien in 20 Dörfern – meist Angehörige unterster Kasten und Ureinwohner (Adivasi) – Wege aus ihrer extremen Armutssituation zu finden, hat unsere RGASt weder Zeit noch Kosten einer intensiven Vorbereitungsphase gescheut. Und das in enger Zusammenarbeit mit den Betroffenen selbst.

So entstand ein Projektplan für den Zeitraum vom 01.02.2015 bis 31.12.2018. Das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) erkannte die Dringlichkeit der Hilfe und ebenso die Professionalität der geplanten Maßnahmen an und bewilligte 75 % der Kosten als Kofinanzierung. Unsere RGASt hat den gesamten Eigenanteil der ANDHERI HILFE gern zugesagt: für den gesamten Zeitraum fast 100.000 €.

Ich möchte mehr über das Projekt wissen...

Als „Meilenstein“ bezeichnet unsere Partnerorganisation Adhwana die erzielten Veränderungen für mehr als 2.000 extrem diskriminierte Dalits in 25 Randsiedlungen des indischen Bundesstaates Kerala.

Auf dem Weg zur Selbsthilfe ging es auch in der 2. Projektphase vor allem um ein dringend nötiges neues Selbstwertgefühl dieser Zielgruppe. Sie sollen nicht mehr als „Unberührbare“ ins absolute Aus gestoßen werden. Dazu müssen sie sich der auch ihnen – wie jedem anderen indischen Staatsbürger – zustehenden Würde und Rechte bewusst werden.

Ich möchte mehr über dieses Projekt wissen...

Sie haben es nicht leicht, die besonders benachteiligten Adivasi (Ureinwohner) in den Waldgebieten Ostindiens. Es geht ums pure Überleben, wenn die witterungsabhängige Landwirtschaft nur für ca. vier Monate des Jahres Einnahmen bringt, dazu für drei weitere Monate das Sammeln von Waldprodukten.

Die Kinder haben am meisten zu leiden: Ihre Entwicklung liegt im Argen. Ihre Ernährung ist unzureichend. Und viele von ihnen müssen arbeiten – zum Teil sogar Erwachsenenaufgaben übernehmen –, anstatt zur Schule zu gehen.

Diese untragbaren Zustände veranlassten den sehr erfahrenen Partner Mr. Duskar Barik von der Organisation KIRDTI, seine erfolgreiche Projektarbeit auf diese besonders benachteiligte Region Orissas auszudehnen.

Ich möchte mehr über dieses Projekt wissen...

Dieses Projekt hatte unsere RGASt in 2014 neu in die Förderung aufgenommen. Als Projektziel gaben wir damals an: „Förderung dieser unter härtesten Bedingungen `vegetierenden´ Menschen auf ihrem Weg in ein lebenswertes Leben“. Die Ergebnisse der Vorstudie in 84 Dörfern waren so alarmierend, dass ohne Zögern gehandelt werden musste.

Davon konnte auch das BMZ überzeugt werden, das eine 75%ige Kofinanzierung der notwendigen Maßnahmen zusagte. Der Eigenanteil von 25 % wird durch Spendenaufkommen der ANDHERI HILFE abgedeckt. Unsere Hauptstiftung hat für das laufende Jahr 2017 nur noch einen nicht abgedeckten Restposten aus der Vorphase in Höhe von 409 € übernommen.

Ich möchte mehr über dieses Projekt wissen...

Lesen Sie hier im aktuellen Stifterbrief mehr über die Projekte und wie Ihre Hilfe ankommt!